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ALG 2
#1
Wie gerecht findet ihr das ALG 2?

Ein alleinstehender Single ohne Mehrbedarf bekommt 382 Euro auf die Hand, es werden die Kosten für Unterkunft, in Bremen, für eine Person, bis zu einer Höhe von 358 ( Warm, ohne Heizung )Euro übernommen, und dazu gibt es noch, einen Heizkostenzuschuss, der sich nach der Wohnungsgröße richtet.
Das macht einen Betrag von ca. 800 Euro, der ausgegeben wird, ohne das man dafür viel tun muss + eine gratis Krankenversorgung.
Mit 2 Kindern, beide 7 Jahre alt, bekäme er nochmal 510 Euro mehr und hätte Anrecht auf eine Unterkunftskostenübernahme von 517 Euro + Heizkosten. Was zu einem Gesamtwert von ca. 1500 Euro käme.

Der Single der für 8 Euro die Std. 38,5 Std. die Woche Arbeitet bekommt netto 132 Euro mehr und der oben genannte Alleinerzieher mit dem gleichen Job + Kindergeld bekäme ungefähr 1500 Euro. Also das gleiche wie der Mensch ohne Arbeit

Findet ihr die Höhe von ALG gerechtfertigt oder bereits Menschenunwürdig?
#2
Ich finde allein die Frage menschenunwürdig, weil es schon suggeriert, dass hier Geld "verschwendet" wird.
#3
Nein. Mich interessiert es ob ihr findet das die ALG Sätze in ordnung, zu hoch oder zu niedrig sind. Die Vergleichsrechnung soll aufzeigen das es Menschen gibt die mit Arbeit in ähnlichen finanziellen Verhältnissen leben.
#4
also zu niedrig finde ich den Satz auf keinen Fall, anders als das allg. Lohnniveau. Mit Leistungen im Wert von 800€ kann man schon ne Menge machen und zumindest hier in Bremen lässt sich auch mit halb so viel halbwegs auskommen. Was ich definitiv zu hoch finde, ist der bürokratische Aufwand den man betreiben muss, um an entsprechende Leistungen zu kommen.
#5
Das ist ein Thema, was vor kurzem auf Facebook total eskaliert ist und darum halte ich mich da dezent zurück.

Ich finde es aber generell schlimm, dass die Schere zwischen Armut und Reichtum immer größer wird.

Es gibt viele Menschen, die mit ehrlicher Arbeit trotzdem nichtmal den Sozialsatz verdienen und sowas geht nicht.

Und wir müssen mit 3 Kindern alle beide Vollzeit arbeiten, um klarzukommen und mal ein paar Euro sparen zu können (zumindest ab und an mal)
#6
Das ALg finde ich nicht zu niedrig. Es ist absolut angemessen. Bürokratische Hürden finde ich in dem Sinne gut, weil diese eben auch einen Schutz darstellen, damit Leistungen nicht zu Unrecht bezogen werden.

Nachdenklich stimmt allerdings dies einen schon, wenn zwei Personen mit Kindern Vollzeit arbeiten und gerade so über die Runden kommen.
#7
"Gerade so über die Runden kommen" ist nicht ganz richtig. Wir können davon gut leben und können auch mal mit den Kindern in den Zoo gehen oder ins Kino gehen.

Aber wir fahren ein uraltes Auto, was im Dezember zum TÜV muss und wenns das net packt, dann siehts böse aus.

Man darf ja net vergessen, was Kinder so kosten... alleine für die Kinderbetreuung müssen wir monatlich knapp 400 Euro rechnen. Dazu kommen Klassenkassen, Gruppenkassen, Sportvereine, Klassenfahrten, Kleidung, Ausflüge, Schulsachen usw.

Mit nur einem Gehalt wäre das Ganze undenkbar, wobei dann die Betreuungskosten niedriger wären und wir ggf. Wohngeld beantragen könnten und wir dadurch dann Anrecht auf eine blaue Karte hätten - aber das möchte ich gar nicht.

Ich finde, solange man zwei gesunde Arme hat und Arbeit findet und diese Möglichkeit dann hat, sollte man diese nutzen. Die Sozialleistungen sollten die bekommen, bei denen es net anders geht.

Auch wenn ich mich manchmal frage, ob das gut ist, was ich mache. Mein großer Sohn ist ja Asperger Autist und der Mittlere ist dadurch bedingt auch nicht ganz unkompliziert. Oft wünsche ich mir mehr Zeit mit meinen Kindern und denke drüber nach, wirklich nur halbe Tage zu arbeiten, aber das haut rechnerisch hinten und vorne nicht hin.


Zum Thema, ob Sozialleistungen ausreichen: Ich hab 1,5 Jahre meines Lebens vom Amt gelebt nach der Trennung vom Vater meiner Kinder und kam damit hin. Es war nicht viel, aber es reichte fürs Nötigste, Trotzdem fühlte ich mich schon bei der Beantragung gedemütigt und wertlos... ich hatte bis dato 11 Jahre Vollzeit gearbeitet trotz zweier Kinder und wurde bei der Antragsstellung behandelt, als wär ich der letzte Schmarotzer.
#8
ja klar, dafür arbeitest du eben auch, also für kino et cetera. auch um deinen kindern etwas bieten zu können. natürlich laufe ich mit dir konform, dass personen bei denen es nicht anders geht sozialleistungen bekommen sollten.

wie man nun auf dem jeweiligen amt behandelt wird, darüber kann man geteilter meinung sein. ich persönlich habe so gut wie noch nie negative erfahrungen gemacht.


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