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Sterben helfen
#1
http://www.aerzteblatt.de/archiv/155355/...eschlossen

Belgien ist der einer der vorreiter in sachen aktive sterbehilfe, und will das Gesetzt auf minderjährige ausweiten.
Was haltet ihr davon? Lehnt ihr aktive Sterbehilfe in jeder Form ab, oder könntet ihr es euch unter bestimmten umständen doch vorstellen? Oder reichen die Mittel die wir in Deutschland haben und die erlaubt sind?
Erlaubt ist in deutschland, die passive und indirekte Sterbehilfe und der assistierende suizid. Braucht man da noch die aktive sterbehilfe?
#2
Meiner Meinung nach muss jeder Mensch für sich selbst entscheiden dürfen, wenn er sterben will. Und da man als guter Mensch ja nicht möchte, dass man durch einen unschönen Suizid (z.B. Adern aufschneiden, aus großer Höhe springen, erschießen, vor einen Zug springen etc.) andere Menschen traumatisiert, sollte es da schon professionelle und sanfte Methoden geben, die erlaubt sind. Mal ganz davon abgesehen, dass nicht jeder Mensch in der Lage wäre, sich derart etwas anzutun, weil er in irgendeiner Weise behindert/beeinträchtigt ist.
ein paar Gedanken zu dem Thema;
-Mord ist verboten, aber Folter erlaubt?! Für manchen Menschen ist das weiterleben eine Folter und den meisten Tieren würden wir den Gnadenstoß/-schuss schenken. Uns aber nicht...
-Es gibt jedes Jahr viele Lokführer, die ein erhebliches Trauma erleiden müssen, weil der Mensch sich nicht frei für einen sanften Tod entscheiden darf
-Auch ein Kind ist in der Lage zu entscheiden, ob es weiterhin jeden Tag mit Schmerzen leben will, oder dass es aufhört. Auch ein Kind kann schon verstehen, was der Tod ist, soweit wir es eben wissen. Es ist nicht viel und ein Kind ist noch weniger von negativen Gedanken dahingehend beeinflusst, dass es da ganz alleine und für sich entscheiden kann.
#3
Zunächst mal ist Folter auch verboten.
Und für das alles reicht die aktuelle rechtliche Grundlage für den unterstützenden suizid. Damit kann man selber sehr sanft aus dem leben gehen und wird begleitet, ohne einen anderen damit rein zu ziehen. Und das Kinder das Prinzip vom sterben verstehen ist eine pauschalaussage die so nicht stimmt. Das ist bestimmt mehr vom alter abhängig.

Es werden auch immer dieselben Gründe angegeben warum man sich selber das leben nehmen möchte, und schmerzen sind einer davon. Dabei braucht man in dem fall keine aktive sterbehilfe sondern ein funktionierendes schmerzmanagment.
Bei geistigen behinderungen entscheidet man das vorher ohne zu wissen ob man diese behinderung dann als so schlimm empfindet das man sterben möchte.
Man braucht keine aktive sterbehilfe. Die unterstützenden und passiven hilfen sind völlig ausreichend
#4
Wer möchte denn einem Kind so eine Entscheidung zumuten?

Puh... wenn ich bedenke: Mein Sohn soll sich gerade entscheiden, ob er den Namen seines Papas (also meinen jetzigen Familiennamen) oder den Namen von Raphael (meinen baldigen Familiennamen) haben möchte.

Diese Entscheidung fällt ihm mit seinen 11 Jahren soooo schwer.

Und jetzt erkläre mal einem Kind, dass es entscheiden soll, ob es sterben will oder nicht. Oh man.

Wenn es aussichtslos ist, der Mensch (das Kind) zu 1000 % in kürze sterben wird und bis dahin nur Schmerzen leiden müsste, dann ist es sicher sinnvoll "gehen zu dürfen"

Aber ich glaube, ich könnte mir nicht vorstellen, bewusst eine solche Entscheidung zu treffen. Ich glaube, ich hätte immernoch einen Funken Resthoffnung.

Ich hoffe inständig, dass weder ich, noch eins meiner Kinder in so eine "Entscheidungssituation" kommt.


Ich könnte daher auch nicht sagen, was ich mir für Deutschland wünschen würde.
#5
Nach dem Wunsch der aktuellen Regierung könnte die Beihilfe demnächst strafbar werden http://www.welt.de/politik/deutschland/a...ngnis.html
Die Gründe für einen Wunsch, sein Leben zu beenden, können sehr vielfältig sein. Bei Menschen (gleich welchen Alters), die unheilbar krank sind, nur noch durch Maschinen am Leben erhalten werden oder den Rest ihres Leben unter starken Schmerzen/Beeinträchtigungen leiden müssen, ist der Wunsch durchaus nachvollziehbar. Doch wie sieht es z. B. mit Menschen aus, die "nur" eine schwere Phase durchmachen oder psychisch krank sind? Soll ich einen Menschen aufgeben, wenn er sich selbst aufgegeben hat obwohl es seine Freunde noch lange nicht haben? Ein interessanter Kommentar zum Thema psych Erkrankte mit Sterbewusch ist hier: http://gad-das.ch/gad/index.cfm/bulletin...ankheiten/
Ich selbst habe mich neulich (mal wieder) gegen Beihilfe entschieden und den Notarzt gerufen, wobei die Umstände mir allerdings kaum eine andere Wahl ließen.
Ab wann man einem Kind die Entscheidung über sein eigenes Lebensende überlassen sollte, kann man sicher nicht so einfach beantworten. Ohne professionelle Hilfe sollte eine solche Entscheidung sicher nicht getroffen werden dürfen.
#6
@ KAFUE: Bei psychischen Erkrankungen steht alles noch auf einem ganz anderen Blatt. Es ist ja z. B. ein "Symptom" der Depression, dass diese Menschen hoffnungslos sind und daher den Wunsch haben, zu sterben, obwohl ihr Körper noch einwandfrei funktioniert.

Hier ist es zwingend notwendig, dass endlich die Versorgung der psychisch kranken besser wird. Also mehr als "Verwahrung mit Pillen" und einem Marathon, um einen guten Psychologen zu finden.

Ich denke nicht, dass ein psychisch kranker Mensch in der Lage ist, zu entscheiden.
#7
diese stigmatisierung in dieser gesellschaft ist schon böse. ansonsten lehne ich aktive sterbehilfe ab. eher sollten die ursachen für solche intentionen, also das von uns gehen wollen, bekämpft werden.

ansonsten wenn jemand der gesund ist den unabdingbaren wunsch hat hopps zu gehen, dann sollte er dies tun ohne andere zu belasten.
#8
nur kurz
Klar ist Folter verboten, aber Jemanden zu einem ihm unerträglichen Leben zu verdammen, ist für mich Folter!
wenn ich mir vorstelle, dass meine Liebsten (egal welches Alter) nur noch mit Schmerzen aufwachen und einschlafen und das nicht weiter haben wollen, dann möchte ich, dass sie das Recht haben, sich durch aktive Hilfe davon zu befreien. Ich will nicht, dass meine Liebsten sich quälen müssen.
Natürlich ist eine ausführliche, psychologische Beratung vorhergehend zwingend nötig aber das ist ja nicht das Thema.
Und natürlich ist das pauschalisiert (ebenso wie die bisherige gegenteilige Behauptung) aber ich bin dennoch der Meinung, dass auch Kinder sich entscheiden können, ob und wie sie weiterleben wollen und was der Tod bedeuten kann.

Und wenn Jemand wirklich sterben möchte, sollte er dies tatsächlich tun DÜRFEN, ohne andere zu belasten. Aber das ist nur mit guten Kontakten und Wissen zur Pharmaindustrie möglich, denn alle anderen Methoden, die ich kenne, sind entweder unsicher oder unschön für andere Menschen.
#9
Natürlich ist die Lage bei psychisch Erkrankten anders, deshalb ja der Link zu dem Psycho-Doc, der im Grunde nix anderes sagt als: wir helfen nicht zu sterben, wir helfen das Leben zu meistern. Ab wann einem psychisch Kranken das Recht zugesprochen werden kann, seinem (psychischem) Leiden ein Ende zu setzen wagen ich nicht zu beurteilen. Jemand der jahrelang in Hoffnungslosigkeit lebt leidet ja ebenso wie jemand der Schmerzen hat oder der sein Krankenbett nicht verlassen kann.
In Deutschland gibt es meines Wissens nur eine Organisation, die Sterbehilfe leistet http://www.sterbehilfedeutschland.de/ (außerdem der deutsche Ableger des Schweizer Sterbehilfe-Vereins Dignitas - für den man aber letztendlich in die Schweiz reisen muss)


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