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Unser Essen
#1
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/di...80616.html

Das ist ein recht interessanter, wenn auch verallgemeinender und nervig belehrender Artikel.
Aber er spricht etwas an das man ja in unsere Gesellschaft beobachten kann. Statistisch geben die Deutschen im Vergleich zu Europäischen Nachbarn prozentual weniger Geld für unser Essen aus. Die Gründe dafür sind bestimmt vielfältig und da wil ich garnicht rumspekulieren.
Was mich mal Interessieren würde ist, was gebt ihr im Monat für euer Essen aus und was kauft ihr davon?

Ich mach auch gleich den Anfang.
Ich gebe für mich persönlich im monat ca. 140 Euro im Monat für Essen aus, das sind ca. 15% meines Einkommens. Es kommen nochmal 10 Euro dazu wenn ich öfter was backe. Der größzte Ausgabenposten davon sind Obst Gemüse und Nüsse und Fisch. Hin und wieder gibt es ordentlich fettige Pommes und Fleisch. (mjiammi ).
#2
Ich habe mir schon lange vorgenommen mal zu schauen wieviel wir zu zweit im monat für Essen ausgeben, aber bisher haben wir es nicht geschafft.
Seit wir besser verdienen schauen wir da auch nicht mehr so sehr drauf.
Ich versuche auf jeden Fall noch immer recht günstig einzukaufen, aber nicht um jeden Preis. Ich kaufe mehr auf dem Findorffmarkt und zwar noch immer kaum Markenprodukte aber möglichst welche, die zum Beispiel nachhaltig sein sollen. Thunfisch esse ich zum Beispiel gerne aber sehr selten und das wird noch weniger, weil unser Supermarkt die Dosen mit dem geangelten Fisch nicht mehr hat.
Seit ich meine Mittagsboxen (Bento, siehe homepage...) mache, esse ich viel mehr frische Produte und achte mehr auf Saison...das kostet mehr und schränkt mehr ein, aber das ist es mir wert. (Außerdem beginne ich, auf dem Balkon und im Garten was anzubauen...)
Kaufen tue ich hauptsächlich Kartoffeln, Reis, Mehl, Obst, Gemüse, Eier, Fisch (geräucherter Zuchtlachs), Milchprodukte und Schnuckerkram ^^#
Die frischen Produkte sind natürlich die mit den höchsten Ausgaben. ich glaube ich versuche wirklich mal (wenigstens für einen Monat), zu schauen was ich so ausgebe.
#3
Tja... wir sind eine Familie mit 3 Kindern. Da ist es eeeecht teuer. Zumal wir regelmäßig frisches Obst und Gemüse kaufen bei uns im Hofladen um die Ecke.

Ich würde auch gerne für die anderen Lebensmittel mehr Geld ausgeben, um mir sicher zu sein, dass ich da keinen "Schrott" kaufe, aber das funktioniert nicht.

Wir versuchen aber drauf zu achten, wieviel wir einkaufen - dass wir nicht viel wegschmeissen müssen.

Wieviel Geld wir genau für "Essen" ausgeben, kann ich echt nicht sagen. Aber ich schätze, es bewegt sich um die 100 Euro wöchentlich... wobei die Kinder Mittags in der Woche in den Einrichtungen essen.
#4
Hmm...ist gar nicht so leicht zu beantworten, wenn man nicht alleine lebt...also für meine normale "Werktags-Versorgung" gebe ich so ca. 140 € im Monat für Frühstück und Mittagessen aus. Dazu kommt noch ein momentan von mir nicht näher einschätzbarer Betrag für Abendessen und Wochenenden und sonstiges.

Alles in allem habe ich an mir selbst die Entwicklung beobachten können, von wirklich wenig Geld als Student (~350 € im Monat für alles) bis heute, wo ich mich zwar alles andere als reich bezeichnen würde, aber ich bin finanziell gut versorgt. Als Student kam für mich einfach aus finanziellen gründen erstmal nur die Mensa in Frage, günstiger kann man auch nicht selber kochen (warmes Mittagessen damals für 1 €). Der Rest kam von Aldi und selbstverständlich von allem nur das billigste, damit man da halt noch möglichst große Auswahl hat. Ich will nicht sagen, dass es damals ums nackte überlegen ging, aber Gedanken zu Massentierhaltung, Lebensmittelchemie etc. konnte ich mir zwar machen, aber auf keinen Fall bei Einkäufen berücksichtigen.

Dann kam die Zeit der (guten) Nebenjobs und Mia, deren Eltern uns gerne mit dem Versorgt haben, was ihr hof hergab (hauptsächlich Eier und Fleisch bzw. Fleischwaren). Die wurden dann auch tatsächlich im Supermarkt meistens außen vor gelassen was dazu führte, dass wir weniger Fleisch aßen, aber von entsprechend höhrer Qualität und für uns natürlich zu einem besseren Preis (nämlich umsonst). Das restliche Kaufverhalten blieb aber erstmal davon unbeeinflusst.

Als Mia & ich dann nach der Zeit der Ausbildung / des Studiums zu "DINKS" wurden (double-income-no-kids). Hat zumindest bei mir ein Wandel eingesetzt. Ich wollte jetzt nicht mehr das billigste vom billigen, sondern "das gute Zeug". Unsere Einkäufe fanden nicht mehr ausschließlich im Supermarkt statt, sondern wir fanden imer öfter den Weg zum Findorffer Wochenmarkt, wo nicht nur Frischwaren, sondern auch...ich sag jetzt einfach mal "Luxus-Lebensmittel" eingekauft wurden, wie feinkost-Salate, besondere Backwaren und anderes. Mittlerweile achten wir vor allem bei frischen Lebensmitteln darauf, ob es das auch aus der Region gibt und dafür zahlen wir dann auch gerne etwas mehr (wer zum Henker braucht Bio-Äpfel aus Ägypten, wenn er direkt am "alten Land" lebt???).
Aber genau diesen Gedankengang scheinen viele Bundesbürger nicht zu haben, sonst würde man besagte Bio-Äpfel nicht in jedem 2. Supermarkt finden.
Ich würde hier jetzt gerne seitenlang darüber lamentieren, dass den Deutschen anscheinend jegliches Bewusstsein dafür abhanden gekommen ist, was es bedeutet, Lebensmittel zu produzieren, wieviel das kostet und was es wert ist, aber dafür fehlt mir gerade die Zeit. Ebenso wie mich über den Regulierungswahn der EU auszulassen, die jetzt die Nutzung von genormtem Saatgut verschreiben will (sogar für private Züchter/Anbauer) und die enormen Mengen an Lebensmittelabfällen, die einfach nur deshalb nicht in den Handel kommen, weil sie als Naturprodukte von irgendeiner hanebüchenen Norm abweichen.
Ich denke zum Thema Lebensmittel haben sich in der EU und in Deutschland mittlerweile durch Angebot, Geldnot und andere Ursachen Kunsumverhalten entwickelt, die eigentlich nur noch als ungesund bezeichnet werden können. Ungesund für die Umwelt, die Wirtschaft und nicht zuletzt für den Menschen selbst, aber diesen gordischen Knoten an Gesetzen, Gewohnheiten und Abhängigkeiten jetzt noch aufzutrennen, dürfte nahezu unmöglich sein, ohne es wie der große Alexander zu machen.
#5
Moin,

Barmonster: Ich stimme dir absolut zu, was die Normen und Verordnungen angeht, auch was das Geflecht betrifft.
Du hast da absolut recht. Von daher kann ich nur folgendes sagen:
Wenn es nach mir ginge? HER MIT DEM SCHWERT!

Gruß!
#6
(27.05.2013, 12:56)Barmonster schrieb: Ich denke zum Thema Lebensmittel haben sich in der EU und in Deutschland mittlerweile durch Angebot, Geldnot und andere Ursachen Kunsumverhalten entwickelt, die eigentlich nur noch als ungesund bezeichnet werden können. Ungesund für die Umwelt, die Wirtschaft und nicht zuletzt für den Menschen selbst, aber diesen gordischen Knoten an Gesetzen, Gewohnheiten und Abhängigkeiten jetzt noch aufzutrennen, dürfte nahezu unmöglich sein, ohne es wie der große Alexander zu machen.

Ich behaupte das die Wirtschaft unterm Strich davon eher profitiert. Die Branche erwirtschaftet im Jahr 150 Milliarden Euro, tendenz steigend, und hat eigentlich eine große Überproduktion, die sie entweder exportiert oder eben weg schmeißt. Aber an den Lebensmitteln die weg geworfen werden bevor sie in den Verarbeitungskreislauf eingespeißt werden, leiden die Erzeuger der LM.
Der Endkonsument isst in Deutschland ja nicht nur oft billig, sondern eher suboptimal. Jeder Deutsche verspeißt zuviel Zucker ( damit sind Monosacharide gemeint ), etwa 100 g am tag ( etwa die Hälfte wäre akzeptabel, nach DGE ), zuviel Fleisch etwa 160 g pro Tag ( auch hier wäre die hälfte akzeptabel nach DGE ) zuviel Fett ( vor allem zuviel einfach ungesättigte Fettsäuren ) und natürlich zu wenig Ballaststoffe. Das tut er bestimmt nicht nur weil er es anders nicht bezahlen kann, sondern weil er es nicht besser weiß oder es ihn nicht interessiert.
Hier könnten man mit Bildung und Anreizen seitens der Krankenkassen ( Ich weiß, gibt es schon, aber das muss aggresiver an den Mann gebracht werden ) abhilfe schaffen.
#7
Das hängt stark davon ab, von welcher Wirtschaft wir hier genau reden ;-) der europäischen schadets nicht sonderlich, da hast du recht, auch wenn der größte Anteil an EU-Subventionen eben in die Landwirtschaft fließt.
#8
Ich rede von Deutschland. Das die Exportsubventionen für LM in anderen Ländern die heimische Landwirtschaftsproduktion das Wasser abgräbt ist da natürlich wieder was anderes.


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