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Günstig Essen und Abfall vermeiden
#1
"Reduziere Lebensmittelverschwendung" - das ist das Motto von "Too good to go", einer relativ jungen Plattform die Restaurants und Sparfüchse zusammen bringen will, um die Lebensmittel zu reduzieren, die ein gastronomischer Betrieb am Ende jeden Tages entsorgen muss.

Konkret heißt das, man meldet sich entweder auf der Seite oder der Smartphone-App an (für Android und iPhone verfügbar), sucht sich ein teilnehmendes Restaurant aus, bezahlt per PayPal oder Kreditkarte je nach Angebot 2 bis 5 € und geht dann zum angegebenen Zeitpunkt (üblicherweise kurz vor Ladenschluss) zum Restaurant. Dort zeigt man die Quittung auf dem Telefon oder Ausdruck vor, dann erhält man eine Box die man sich mit allem füllen darf, was noch da ist, um sie dann mitzunehmen und den Inhalt irgendwo Unterwegs oder zu Hause zu vertilgen.

In Bremen gibt es neben einem Café in Stuhr bisher als teilnehmendes Restaurant nur das Miku an der Waterfront (NICHT das kleine am Hauptbahnhof). Die verlangen 3€ pro Box und Abholzeit ist von 21:55 - 22:10 Uhr. Das Miku ist ein riesiger Asia-Buffet-Fresstempel von passabler Qualität (solange man das Sushi nicht anrührt) und bei unserem ersten Testlauf heute war von allem noch genug da, sodass man tatsächlich die gleiche Auswahl hatte, wie ein regulärer Gast. Eventuell wird sich das in Zukunft ändern, wenn die ganze Aktion an Bekanntheit zulegt, aber momentan braucht man da noch keine Sorge zu haben, in irgendeiner Weise leer auszugehen.

Wir haben uns heute (Samstag-Abend) diese 2 Boxen voll gemacht:

[Bild: 27037954830_a03efcf2a8_c.jpg]
[Bild: 26706765773_5742094fd2_n.jpg]

also wenn man die Zeit hat - wie wir z.B. jetzt am Wochenende, oder wegen einem Kinobesuch eh um die Zeit da ist, dann sollte man sich das Angebot nicht entgehen lassen.

In Hamburg gibt es eine Menge mehr Teilnehmer die auch Abholungen am Mittag erlauben und ich hoffe, dass das in Bremen dann auch irgendwann in naher Zukunft so aussieht.
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#2
Hallo Barmonster,
vielen Dank für diesen interessanten Beitrag! :-)
Die ganzen aufploppenden Jungunternehmer*innen lassen sich wirklich so einiges einfallen.
Mir hat man neulich ein ähnliches Unternehmen gezeigt, welches allerdings im landwirtschaftlichen Sektor kooperiert. Dieses Unternehmen vertickt via Internet Ökokisten mit saisonalem Obst und Gemüse aus ökologischem Anbau. Es handelt sich hierbei um Lebensmittel, welche es aus optischen Gründen nicht in den regulären Verkauf schaffen.

Jedenfalls. Es lohnt sich definitiv von sich selbst aus in Restaurants & Co. nachzufragen, denn wenn man Glück hat, gibt es das Essen sogar geschenkt - oder ja, man zahlt einen kleinen Betrag.
Wenn Restaurants mit derlei Unternehmen zusammenarbeiten - ich weiß nicht, ob die das dann noch so ohne Weiteres unter "no name"-Bedingungen mitmachen würden. Das fände ich dann schon ziemlich schade.
Ich persönlich halte solche Geschäftskonzepte aus vielerlei Hinsicht für fraglich und bleibe da kritisch, auch wenn ich eine Freundin von nachhaltigen Ideen bin. Hier wird für ausgesuchte Zielgruppen die Nachfrage nach dem Resteessen lediglich salonfähig eingefädelt. Eigentlich unbegründete Hemmungen vielleicht abgebaut. Zum Beispiel.
Ohnehin fängt die langfristige und somit nachhaltige Reduzierung von überschüssigen Lebensmitteln mit einer möglichst verzehrorientierten Kalkulation an.
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#3
(29.05.2016, 11:07)katzoffka schrieb: Jedenfalls. Es lohnt sich definitiv von sich selbst aus in Restaurants & Co. nachzufragen, denn wenn man Glück hat, gibt es das Essen sogar geschenkt - oder ja, man zahlt einen kleinen Betrag.
Wenn Restaurants mit derlei Unternehmen zusammenarbeiten - ich weiß nicht, ob die das dann noch so ohne Weiteres unter "no name"-Bedingungen mitmachen würden. Das fände ich dann schon ziemlich schade.
Ich persönlich halte solche Geschäftskonzepte aus vielerlei Hinsicht für fraglich und bleibe da kritisch, auch wenn ich eine Freundin von nachhaltigen Ideen bin. Hier wird für ausgesuchte Zielgruppen die Nachfrage nach dem Resteessen lediglich salonfähig eingefädelt. Eigentlich unbegründete Hemmungen vielleicht abgebaut. Zum Beispiel.

einerseits gebe ich dir recht, andererseits kann ich zumindest für mich selbst sagen, dass mir meine Zeit zu schade ist, um auf gut Glück Restaurants abzuklappern, nur um dann VIELLEICHT irgendwo was abzubekommen. Über die online-Plattform läuft das einfach organisierter ab und ermöglicht so mehr Menschen den Zugang zu solchen Resten.

(29.05.2016, 11:07)katzoffka schrieb: Ohnehin fängt die langfristige und somit nachhaltige Reduzierung von überschüssigen Lebensmitteln mit einer möglichst verzehrorientierten Kalkulation an.

Das stimmt zwar, ist aber einfach ab einer gewissen Ladengröße nicht mehr vernünftig machbar und bei Buffet-Angeboten noch weniger.
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#4
Zeit ist kostbar, da stimme ich Dir voll und ganz zu! ;-)
Doch irgendwo reinhuschen wenn man eh auf Achse ist, wie zum Beispiel jetzt abends nach dem Ausgehen.
Wie dringlich dann das Bedrüfnis ist, ist natürlich individuell.

Puncto Verfügbarkeit & Organisation. Ich habe jetzt keine Ambition mich dort extra anzumelden um an detaillierte Info zu kommen, aber:
Ich frage mich nur wie sparsam das wäre, wenn man sich eine lunchbox da vorab bestellt (wie auch immer das abläuft) - dementsprechend vorab bezahlt wird - um dann an der Theke festzustellen, dass es nur noch Essen gibt, welches man nicht mag oder verträgt.
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#5
ja, das ist in der Tat ein Problem, aber das liegt in der Natur der Sache und ich würde da ganz salopp sagen, wenn man mäkelig ist, oder Unverträglichkeiten hat, dann ist man fürs Reste-Essen einfach nicht qualifiziert und sollte die Finger davon lassen. Da traue ich aber jedem genug Verstand zu, soeine Entscheidung selbst treffen zu können. Im Zweifel probiert man es halt mal aus, fällt auf die Schnauze und hat im allerschlimmsten Fall 2-5 € versenkt - auch kein Weltuntergang.
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#6
Zitat:aber das liegt in der Natur der Sache und ich würde da ganz salopp sagen, wenn man mäkelig ist, oder Unverträglichkeiten hat, dann ist man fürs Reste-Essen einfach nicht qualifiziert und sollte die Finger davon lassen.

Dieser Kommentar bewegt sich auf haltlosem Terrain, welches ich nicht bedienen möchte.
Anders gern. Bei Interesse hätte ich auch ein paar fundierte Fakten zur Hand.

:-)
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#7
warum haltlos? bei der ganzen Aktion geht es darum, Reste los zu werden, also das was noch da ist. dass das dann nicht garantiert etwas ist, das ich mag, ist doch klar, oder?

Gesendet von meinem A0001 mit Tapatalk
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#8
Ich verstehe eure Diskussion geraade nicht ganz.
Ich finde die Aktion sehr gut. Es werden viel zu viele Lebensmittel weggeworfen und solange es Buffet-Restaurants gibt (die wohl die Meisten gerne mal frequentieren) entsteht dort auch mehr "Abfall", da der Faktor Gast einfch unberechenbar ist und unzufrieden wird, wenn das Buffet schon zu gefleddert aussieht. Ich weiß nicht wo das psychologisch begründet liegt, aber es wiederstrebt dem Menschen hier einfach etwas, an einem fast leeren Buffet glücklich zu werden...)
Von daher finde ich es klasse, wenn das Essen nicht in der Biogasanlage landet sondern doch noch in den Bäuchen von Lebewesen.
Leider darf man hier das übrig gebliebene Essen ja nicht an Bedürftige spenden oder so (Tafel, Heime....) und vor Ort verköstigen würde eine Mehrarbeit für das Personal bedeuten...

Ich habe vor, dieses Angebot ab und an zu benutzen und das Buffetfutter in meinen Mittagsboxen zu verarbeiten. Ich kaufe kein zu verarbeitendes Fleisch im Supermarkt (nur Aufschnitt), da ich wenigstens zum Teil der Massentierhaltung etwas entgegen gehen, aber nicht ganz verzichten will. Ich kann mir zum Glück mal Fleisch von meinem Jägervater kaufen, komme aber selten dazu und so finde ich es mal ganz nett zur Abwechslung Fleisch zu essen. Das Fleisch im Miku stammt zwar sicher nicht von glücklichen Tieren, ist aber immer noch zu schade zum wegwerfen!!
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#9
Bei to good to go gibt es nun mehr Anbieter in Bremen
Zum Beispiel der Werder Bäcker am Bahnhof
für 3 Euro bekommt man eine Tüte von im Durchschnitt 8 Teilen (ich glaube ab 18 uhr). Die Verkäufer sollen die Tüten eigentlich vorher packen aber bisher lassen sie lieber die frühen Kunden entscheiden ob sie mehr süßes oder deftiges haben wollen - man kann also von den Resten aussuchen wenn man früh dran ist

Das war in unserer vorwiegend süßen Tüte

[Bild: 23887255418_bafeae40d3_b.jpg]
3 Muffins, 2 süße Müslibrötchen, 1 Nougathörnchen, 1 Schweineohr, 1 Schokotwist, 1 Waffel, 1 Brezel, 2 Körnerbrötchen
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